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Gegenwartsdiagnose

TitleGegenwartsdiagnose
Publication TypeJournal Article
Year of Publication2002
AuthorsGiedenbacher, E
Type of ArticleWebsite
Publication Languageeng
Abstract

In den letzten Jahren häuften sich die Auseinandersetzungen mit dem Thema Zeit und, mit ihr verbunden, mit Geschwindigkeit und Beschleunigung. In der Literatur wurde die Langsamkeit entdeckt, mit einer neuen Wortschöpfung die "Entschleunigung" gefordert. Große Ausstellungen, wie 1999 in Paris im Centre Pompidou und nachfolgend im Louvre geben einen historischen Überblick über die bildlichen Darstellungen von Zeit in verschiedenen Jahrhunderten. Die Berlin-Brandenburgische Akademie veranstaltete Ende Oktober 2002 ein Symposium "Zeithorizonte in der Wissenschaft", in dem die unterschiedlichen Bedeutungen von Zeit für die einzelnen Wissenschaften, deren Zeitbegriffe und Zeithorizonte von Philosophen, Naturwissenschaftlern, Historikern, Juristen diskutiert wurden. "Zur Zeit in der gegenwärtigen Biologie" war ebenso ein Referatsthema wie "Zeit und Zeitumkehrsymmetrie in der molekularen Kinetik" oder "t for two" warum Zeit in Theorie und Lebenswelt nicht dasselbe ist".

Als charakteristisch für unsere Zeiterfahrung sieht Lübbe, dass die Zeit, für die wir mit planbaren Lebensbedingungen rechnen können, immer kürzer wird, damit die unbekannte Zukunft immer näher heranrückt, durch diesen Prozeß auch der Anteil an Veraltetem immer größer wird, diese Relikte aber nicht wieder verwendbar gemacht sondern musealisiert werden.

URLhttp://www.sbg.ac.at/hai/neuzeit/gegwart.htm
Citation Key2346